Bautechnik

 

Ingo Kern

Konstruktiver Holzschutz

Schwerpunkte und Optimierung der Dauerhaftigkeit im Holzbau


Konstruktiver Holzschutz wird meist auf viele unterschiedliche Handlungen und Wirkungsformen übertragen, als würde man in der Anatomie nur noch den einheitlichen Begriff »Ader« verwenden, um nicht die Arterien und die Venen zu diskriminieren.

Dort, wo der Begriff – meist relativ wahllos – verwendet wird, kommt es aber auf konkrete Abgrenzungen an, weil die Schutzklassen verschiedene Ziele verfolgen. Der Beitrag soll einen Blick unter die Strukturen der Oberfläche eröffnen.

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Bauschäden

 

Rachel Fischer, Tobias Kubetzek

Starkregen und Hochwasser – wie sich das Korngerüst des Bodens verändert


Grundsätzlich sind heftige Regenfälle und Hochwasser Bestandteile des natürlichen Geschehens. Zur Katastrophe (Flutkatastrophe) werden sie, wenn Menschen und materielle Werte betroffen sind. Allein im Jahr 2018 konnten in Europa mehrere Hochwasser mit unterschiedlich starken Schadensbildern beobachtet werden.

Da alle natürlichen Systeme zu einem Gleichgewicht streben, werden durch außergewöhnliche äußere Einflüsse auch außergewöhnliche Reaktionen erzeugt.

Der nachstehende Text beschäftigt sich mit möglichen Reaktionen des Bodens als Baugrund auf extreme Wettereinflüsse, wobei die Auswirkungen temporär oder dauerhaft sein können. Da bei jeder Veränderung des Bodens ein Einfluss auf die darauf gegründeten Gebäude zu erwarten ist, werden im Anschluss Möglichkeiten zur Stabilisierung des veränderten Bodens aufgezeigt.

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Karl-Uwe Voß

Schäden durch die Alkali­-Kieselsäure-Reaktion (AKR) bei beschichteten Industrieböden


Bei der Alkali-Kieselsäure-Reaktion (nachfolgend AKR genannt) handelt es sich um die Reaktion zwischen alkaliempfindlichen Gesteinskörnungen mit in den Poren des Betons gelösten Alkalihydroxiden. Um die Reaktion auszulösen, muss ein hohes Alkalipotenzial im Beton enthalten sein oder von außen in Form von Tausalzen zugeführt werden.

Außerdem muss eine ausreichend hohe Feuchtigkeit für die Ausbildung einer schädigenden AKR zur Verfügung stehen. Der Einfluss der Feuchtigkeit auf die Alkali-Zuschlag-Reaktion der Gesteinskörnung wird auch durch die Differenzierung der Feuchtebedingungen in der AKR-Richtlinie [1] (Tabelle 1) und den damit in Verbindung stehenden betontechnologischen Maßnahmen (Tabelle 2) deutlich.

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Wolfram Steinhäuser

Mangelhafter Trittschallschutz kann teuer werden


Planungsleistungen werden in erster Linie von Planern bzw. von Architekten ausgeführt. In der Fußbodenbranche jedoch werden besonders in der Sanierung und Renovierung die Parkett- und Bodenleger als Planer aktiv. In der Regel übernehmen sie eine Doppelrolle, als Planer und Ausführende. Deshalb ist es hier besonders wichtig, dass die Parkett- und Bodenleger wissen, worauf sie sich bei der Planung einlassen.

Wofür müssen Planer bzw. Architekten einstehen, wenn sie Planungsleistungen ausführen und dabei Fehler machen? Die Bauherren wollen häufig Planungskosten einsparen und lassen den Parkett- und Bodenleger entscheiden, wie er besonders bei Altuntergründen vorgehen will. Hier liegt dann die alleinige Verantwortung beim Parkett- und Bodenleger.

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Normung

Gerhard Klingelhöfer, Detlef J. Honsinger, Christian Herold

PMBC-Kombinationsabdichtung nach DIN 18533 ist weiterhin anerkannte Regel der Technik

Das PMBC-Urteil des OLG Hamm ist kein Grundsatzurteil


Seit Jahrzehnten werden Abdichtungen von erdberührten Untergeschossen in den Wassereinwirkungsklassen W1-E (Bodenfeuchte und nicht drückendes Wasser) und W2.1-E (Druckwasser ≤ 3 mWs) als Kombinationsbauarten aus PMBC-Wandabdichtungen nach bewährten Fachregeln [1] [2] und WU-Betonkonstruktionen als Bodenplatten nach der DAfStb »WU-Richtlinie« [3] [4] geplant und erfolgreich ausgeführt.

Nun hat aber im Jahr 2019 das OLG Hamm in einem Berufungsverfahren wegen Undichtheiten an einer Kellerabdichtung, gestützt auf die nicht fundierte Einzelmeinung eines Gerichtssachverständigen, in seinem fragwürdigen Urteil vom 14.8.2019 Az. 12 U 73/18 diese Kombinationsabdichtung bei Druckwasser bzw. aufstauendem Sickerwasser bis 3 mWs bemängelt und behauptet, dass diese Abdichtungsbauart nicht den anerkannten Regeln der Technik entsprechen würde.

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Baurecht

Olaf Jaeger

Der Sachverständige als Schiedsgutachter


Der Beitrag beleuchtet anlässlich einer aktuellen BGH-Entscheidung vom 11.3.2021 (Az. VII ZR 196/18) die Auswirkungen einer Schiedsgutachtervereinbarung und gibt Praxishinweise für die Gutachtertätigkeit von Sachverständigen.

Ein aktuelles BGH-Urteil zu den Auswirkungen einer Schiedsgutachtervereinbarung gibt Anlass, dieses für Sachverständige relevante Betätigungsfeld einer näheren Betrachtung zu unterziehen. Denn die Tätigkeit als Schiedsgutachter ist von einigen Besonderheiten geprägt, sowohl für den Sachverständigen als auch für die Parteien einer solchen Abrede. Dies hat der Sachverständige im Rahmen seiner Gutachtertätigkeit entsprechend zu berücksichtigen.

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© Volvo Cars

 

Melita Tuschinski

Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG)

Gebäudeintegrierte Lade- und Leitungsinfrastruktur für Elektromobile sind für Neubauten mit Parkplätzen und bei gewissen Bestandssanierungen gesetzlich verpflichtend


Der Beitrag erläutert die Anforderungen des neuen Gesetzes.

Am 24.3.2021 wurde das Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität (Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG) vom 18.3.2021 im Bundesgesetzblatt verkündet. Es setzt die europäischen Vorgaben für gebäudetechnische Systeme nach der EU-Gebäuderichtlinie 2018 um. 

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Ingo Kern

Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs – EAR 05 im Bild

Länger, breiter, höher – Teil 1


Der Beitrag knüpft an den Bericht zur GaVO aus BauSV 1/2021 an und widmet sich den Mittelgaragen, die im privaten Wohnungsbau den überwiegenden Teil ausmachen.

Ein Königreich für einen Parkplatz! Auch wenn Tiefgaragen heute zum normalsten im Städtebau gehören mögen, kennt man das Problem. Sobald wir vom fahrenden zum Fußvolk wechseln, brauchen wir einen zweckdienlichen Abstellplatz.

Ein Bauwerk, das tagtäglich in seinem Funktionsangebot in Anspruch genommen wird, ist nur vordergründig »beliebig beiläufig«. Wer viel mit dem Auto unterwegs ist, kann in Tiefgaragen echte Lebenserfahrungen machen. Viele Parkbuchten sind längst zu eng für die heutige Auto-Couture. Die neuen Automobilgenerationen sind mit den alten Kurvenradien im Grenzbereich der Lackschäden angekommen. Oft passt gerade noch eine zusammengerollte Tageszeitung zwischen das hohe Dach eines Geländewagens und den Betonsturz.

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Rechtsprechungs-Report

Eva-Martina Meyer-Postelt

Bauvertragsrecht | Architektenrecht | Sachverständigenrecht

Beantwortung von Rechtsfragen – Vergütung abgelehnt!


Wird der Sachverständige gerichtlich zu Gegebenheiten befragt, die er als nicht streitig erkennen kann, bzw. werden ihm nur Rechtsfragen angetragen, muss er die Arbeit ablehnen; äußert er sich stattdessen gutachterlich, erhält er keine Vergütung.

LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 8.3.2021 – L 7 KO 7/18


Nachdem die Klage in erster Instanz Erfolg hatte, legte die Beklagte Berufung ein. Die Parteien, ein Krankenhaus und die beklagte Krankenkasse, stritten beim Landessozialgericht (LSG) in zweiter Instanz über die Abrechnung von Krankenhausleistungen in Höhe von restlichen ca. 1.300 Euro und deren Kodierung nach Fallgruppenpauschalen.

Das LSG beauftragte einen Sachverständigen mit der Beantwortung von sieben Beweisfragen, die es zuvor in einem Beweisbeschluss formuliert hatte. Der Sachverständige legte ein 37 Seiten umfassendes Gutachten vor, woraufhin die Klägerin ihre Klage zurücknahm. Für die Erstellung seines Gutachtens macht der Sachverständige eine Vergütung in Höhe von 4.766,00 Euro geltend. Die Kostenbeamte beim LSG setzt die Vergütung auf 3.777,25 Euro fest.

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