Bauschäden

 

Karl-Uwe Voß

Bewertung von Frost- und Frost-Tausalz-Schäden an Betonpflastersteinen

Teil 2


Im ersten Teil der Artikelserie wurde über die unterschiedlichen Schadensbilder von Frost-Tausalz-Schäden, den Einfluss von Rissen in den Produkten und die Einflüsse der Verlegung und Nutzung auf die Entstehung der Schäden eingegangen.

Der zweite Teil des Artikels beschäftigt sich mit der gutachterlichen Bewertung von Frost-Tausalz-Schäden an Pflastersteinen in Objekten. Hierbei wird im Besonderen

  • auf die möglichen Verfahren zum Nachweis des Frost-Tausalz-Widerstands der Produkte,
  • auf die zulässigen Abwitterungsraten von Bauwerksproben,
  • auf die Bewertung des Witterungswiderstands bereits verbauter Produkte sowie
  • auf Besonderheiten bei der Bewertung optisch hochwertiger Produkte

eingegangen.

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Florian Petscharnig

Schadensursache Wasser

Erkenntnisse aus der Sachverständigentätigkeit


Wasser, in allen drei Aggregatzuständen, wird in vielen meiner Gutachten als wesentliche Ursache für Mängel und Schäden beschrieben, sodass eine Darstellung einiger Aspekte im vorliegenden Bericht versucht wird.


1 Allgemeines

Wasser ist die einzige chemische Verbindung, die in der Natur in allen drei Aggregatzuständen vorkommt, wobei der Begriff »Wasser« allerdings nur für die flüssige Form verwendet wird. Die Möglichkeiten der Anwendung von Wasser sind in beinahe allen Lebensbereichen vielfältig, wobei in diesem Bericht ausschließlich die Verwendung und Wirkung im Bereich Bauen behandelt werden soll.

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Wolfram Steinhäuser

Achtung Sachverständige – diese drei Estrichsonderfälle haben es in sich


Dass auf Baustellen nicht immer fachgerecht gearbeitet wird, ist kein Geheimnis. Erstaunlich ist allerdings, dass mancher Pfusch am Bau mehr oder weniger recht und schlecht noch gerade so funktioniert. In den drei nachfolgend geschilderten Beispielen wurde der Pfusch vertuscht oder sogar vom Bauherrn hingenommen, meist zähneknirschend und mit entsprechenden Abschlägen.

Diese drei »Sonderfälle« im Fußbodenbereich sind nicht fachgerecht, kommen aber immer wieder vor, werden dem Bauherrn häufig verschwiegen oder sogar, wie in einem Fall (Fall 2), vom Bauherrn gewünscht. Alle drei »Sonderfälle« werden von den Bausachverständigen als Mangel eingestuft, auch wenn am Ende die Bauherren den daraus resultierenden Schaden hinnehmen.

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Bautechnik

© G. Göker

 

Georg Göker

Anschlüsse richtig planen und sanieren: Abdichung bodentiefer Fenster


Abdichtungsanschlüsse an barrierefreie, bodentiefe Fens­ter- und Türelemente gehören zu den häufigsten Schadensfällen in der Flachdach- und Bauwerksabdichtung. Gleichzeitig nimmt der Anteil von barrierefreien Zugängen bei der Planung und Ausführung von Bauwerken zu.

Im öffentlichen Bereich müssen Zugänge bei Neubauten, gemäß den gesetzlichen Vorgaben, dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und den Landesbauordnungen barrierefrei geplant werden. Im privaten Bereich werden barrierefreie Anschlüsse vermehrt aus Komfortgründen vertraglich vereinbart und ausgeführt.

Die technischen Voraussetzungen für barrierefreies Bauen werden in der DIN 18040 [1] geregelt. Mit zunehmendem Maße stellen barrierefreie Abdichtungsanschlüsse an bodentiefe Fens­ter- und Türelemente eher die Regel als die Ausnahme dar. Eine gewerkeübergreifende Abstimmung für deren Ausführung fehlt bislang in den meisten Fällen. Häufig steht der ausführende Bauwerksabdichter vor vollendeten Tatsachen und schwer lösbaren Abdichtungsdetails.

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Quelle: SchwörerHaus KG

 

Martin Schauer, Jan Thiele

Forderung nach Fundamenterder unberechtigt

Bundesnetzagentur veröffentlicht Stellungnahme zur DIN 18014


Noch immer fordern nahezu alle Netzbetreiber in den Technischen Anschlussbedingungen (TAB), die gleichzeitig auch deren Allgemeine Geschäftsbedingungen darstellen, für neue Gebäude, die an das Niederspannungsnetz angeschlossen werden, die Errichtung eines Fundamenterders nach DIN 18014. Diese »verordnungsartige« Festlegung auf nur eine Ausführungsvariante unter vielen anerkannten Regeln der Technik zu Erdungsanlagen ist seit Jahren umstritten.

Jetzt hat die Bundesnetzagentur aufgrund der Aufforderung eines Unternehmens eingegriffen und den Weg aufgezeigt, um auch andere Erdungsformen als Alternative zur DIN 18014 umzusetzen. Die Autoren stellen in diesem Fachbeitrag die technischen Aspekte dieses Paradigmenwechsels vor und geben Antworten auf rechtliche Fragen, die im Zusammenhang mit der Veröffentlichung durch die Bundesnetzagentur stehen.

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Sachverständigenrecht

Peter Bleutge

Das JVEG wurde novelliert

Ab 1.1.2021 höhere Stundensätze und Auslagenpauschalen


Das JVEG wurde durch das Gesetz zur Änderung des Justizkosten- und Rechtsanwaltsvergütungsrechts (KostRÄG) vom 21.12.2020 (BGBl. I 2020, 3229 [Nr. 66]) novelliert. Es bestand dringender Handlungsbedarf: Die letzte Novellierung erfolgte im Jahr 2013; die darin festgesetzten Stundensätze in der Anlage 1 zu § 9 JVEG beruhten auf einer Befragung der Sachverständigen aus dem Jahre 2009, sind also inzwischen bald 12 Jahre alt. Es bleibt zu befürchten, dass auch ein novelliertes JVEG wiederum 10 Jahre unverändert in Kraft bleibt.

Wichtig für den Sachverständigen:

Die neuen Stundensätze und Auslagenpauschalen gelten nur für solche Aufträge, zu denen der Berechtigte nach dem Inkrafttreten der Gesetzesänderung herangezogen wurde (§ 24 JVEG). Entscheidend ist also das Datum der Auftragserteilung oder der Heranziehung des Berechtigten.

Die Novelle hat Stärken und Schwächen, die im Folgenden in einer Kurzübersicht dargestellt werden.

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Baurecht

Mark Seibel

Das PMBC-Urteil des OLG Hamm

Trotz Rechtskraft kein verbindliches Grundsatzurteil! Revisionsrechtliche Erläuterungen und Klarstellungen


Unser Beirat Dr. Mark Seibel, der selbst mehrere Jahre beim BGH in Karlsruhe tätig war, erläutert aus revisionsrechtlicher Sicht, warum das PMBC-Urteil des 12. Zivilsenats des OLG Hamm vom 14.8.2019 (12 U 73/18) trotz Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde durch den BGH am 13.5.2020 (VII ZR 206/19) kein verbindliches Grundsatzurteil geworden ist.

Bekanntlich hat der 12. Zivilsenat des OLG Hamm in seinem Urteil vom 14.8.2019 nach sachverständiger Beratung entschieden, dass die in der Baupraxis weit verbreitete Kombination aus Abdichtungen mit PMBC und wasserundurchlässigen Betonteilen trotz Normierung in der DIN 18195-6 bzw. (neu) DIN 18533 nicht den »allgemein anerkannten Regeln der Technik« (a.a.R.d.T.) entspreche.

Motzke hat hieran zutreffend kritisiert: »Diese Etablierung [Anm. des Autors: einer DIN-Norm] kann gewiss nicht dadurch infrage gestellt werden, dass ein Sachverständiger auf der Basis seiner Umfrage und seiner Berufserfahrung allein Zweifel sät.«

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Ingo Kern

Garagenverordnung im Bild

Zurück in die Steinzeit


Der Beitrag gibt einen groben Überblick über die wesentlichen technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen des Entwerfens von Garagen und Stellplätzen, Rampen und Radien.

Es gibt Garagen, in denen wurde Geschichte geschrieben. Etwa die, in der Steve Jobs Mitte der 1970er den Apple-Computer erfand. Aus derselben Zeit stammen die Mindestvorgaben unserer gegenwärtigen Garagenverordnung. Während die Garage im Silicon Valley seit Kurzem unter Denkmalschutz steht, regelt die Garagenverordnung Werte, die nicht bestehen, und Bestände, die nichts wert sind. Die Garagenverordnung ist ziemlich weit weg von der Evolution, die sie auf einem Stellplatz verschlafen hat. 

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Top-Thema

Lukas Halfmann

Schwarzgeldabrede

Keine Gesamtschuld mehr zwischen den Baubeteiligten!


Der Beitrag gibt anhand von zwei aktuellen landgerichtlichen Entscheidungen Antworten auf die – höchstrichterlich noch ungeklärte – praxisrelevante Frage, welche Konsequenzen eine Schwarzgeldabrede zwischen Bauherrn und Architekt oder Bauherrn und Bauunternehmer für die gesamtschuldnerische Haftung hat.

Es ist ein Sachverhalt, mit dem Bausachverständige ebenso wie Baujuristen zumindest dem Kern nach häufig konfrontiert sind. Die Bauherren wollen ein Einfamilienhaus mit Garage errichten lassen. Sie beauftragen eine Architektin mit Planung und Bauüberwachung. Nach erfolgter Planung werden die anstehenden Arbeiten gewerkweise vergeben, so auch die Außenputzarbeiten an einen beliebigen Unternehmer.

Im Zuge der Ausführung vergisst der Unternehmer die notwendige vertikale Sockelabdichtung an der Garage, obwohl die Architektin diese geplant und ausgeschrieben hatte. Die Architektin wiederum merkt nicht, dass die Abdichtung nicht ausgeführt wird, weil sie zu diesem Zeitpunkt nicht auf der Baustelle präsent ist.

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Rechtsprechungs-Report

Eva-Martina Meyer-Postelt

Bauvertragsrecht | Architektenrecht | Sachverständigenrecht

 

Ergänzungsgutachten oder mündliche Anhörung?

Das rechtliche Gehör wird auch dann noch gewährleistet, wenn die mündliche Anhörung des Sachverständigen aufgehoben und stattdessen die Einholung eines schriftlichen Ergänzungsgutachtens angeordnet wird.

OLG Köln, Beschluss vom 14.2.2019 – 11 W 8/19


Ein Baumängelstreit vor dem Landgericht eskaliert in einem Zwischenstreit um die Anhörung des Sachverständigen. Dieser hat ein Gutachten erstellt, zu dem die Parteien Stellung nehmen können. Auf Antrag der Klägerin terminiert das Landgericht die mündliche Anhörung des Sachverständigen. Zur Vorbereitung des Anhörungstermins legt die Klägerin dem Gericht einen umfangreichen Katalog mit Fragen vor, die sie dem Sachverständigen stellen will. Das Landgericht hebt den mündlichen Anhörungstermin daraufhin auf und beschließt, beim Sachverständigen auf der Grundlage des Fragenkatalogs ein schriftliches Ergänzungsgutachten in Auftrag zu geben. Hiergegen wendet sich die Klägerin mit einer sofortigen Beschwerde, weil sie an der mündlichen Anhörung festhalten will. Ohne Erfolg.

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