Bautechnik

 

Henrik-Horst Wetzel

Installationsboxen – Chancen und Risiken


Wie sieht die perfekte Duschfläche der Zukunft aus? Ist das Design wichtiger als die Nutzerfreundlichkeit? Fliesen, emaillierte Stahlwanne oder Acrylwanne? Ist bodengleich wirklich besser als bodennah? Welcher Wannenträger? Installationsbox ja oder nein und wenn ja, wie?

Mit diesen Fragen werden Planer und Bauträger zunehmend konfrontiert, wenn Bauherren bzw. Erwerber nicht nur bequem ihren Balkon oder ihre Terrasse erreichen möchten, sondern auch bei der Nutzung ihrer Dusche auf diesen Komfort nicht verzichten wollen.

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Helmut Künzel

Entkopplungsschichten und Armierungsputze


Die Bezeichnungen »Entkopplungsschichten« und »Armierungsputze« werden oft im Zusammenhang mit der Vermeidung von Putzrissen verwendet. Wie ist deren Wirksamkeit und wann ist welche Maßnahme zweckmäßig? Das wird in der Putznorm DIN 18550-1 von 2018 nicht richtig dargestellt, wie im folgenden Beitrag ausgeführt wird.

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Rolf Lehmann

Zur aktuellen Asbestdiskussion

Eine Nachlese zum Diskussionspapier des GVSS 2015 und zum Nationalen Asbestdialog


Im Jahr 2015 wurde durch den Gesamtverband Schadstoffe ein Diskussionspapier veröffentlicht, in dem Erkenntnisse zu häufigen Asbestfunden in Spachtelmassen vermittelt wurden. Dargestellt wurde, dass es sich dabei um neue Erkenntnisse handelt, die bis zum Zeitraum der Feststellung nicht im Fokus der Schadstoffsachverständigen standen.

Ausgangspunkt war der Bericht über die Untersuchungsergebnisse einer großen Anzahl von Schulen in Hamburg mit einem Erstellungszeitraum bis in die 1990er-Jahre, in denen ein hoher Anteil von Spachtelmassen mit Asbest festgestellt wurde. In der Folgezeit wurden aus diesem Grund bundesweit durch Kommunen in öffentlichen Gebäuden, vor allem in Schulen, und mit großem personellen und wirtschaftlichen Aufwand, systematische Untersuchungen zur Identifizierung asbesthaltiger Spachtelmassen durchgeführt.

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Messtechnik

 

Christoph Trautmann, Michael Mehring, Chris Gundlach, Thomas Gabrio, Uwe Münzenberg

Ringversuche zur Gesamtsporenauswertung des VDB

Warum Ringversuche zur Raumluftuntersuchung wichtig sind und welche Erkenntnisse sich für die gutachterliche Tätigkeit ergeben


Bei der Gesamtsporenauswertung werden die Sporen anhand ihrer morphologischen Merkmale (Größe und Form sowie Färbung) direktmikroskopisch beurteilt. Die mikroskopische Auswertung von Gesamtsporenproben setzt eine große Erfahrung in der Formenvielfalt von Pilzsporen voraus. Zugeordnet werden hierbei in der Regel nicht die Sporen einzelner Arten, sondern Sporentypen.

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Bauschäden

 

Markus Weißenberger

Schwankende Wassertemperatur – ein Mangel?


Vergangenes Jahr urteilte das Oberlandesgericht Hamburg in einem Verfahren, dass Temperaturschwankungen im Trinkwasserleitungssystem von fünf Kelvin einen Mangel darstellen. Das Urteil hat viele Bausachverständige überrascht und wird in der Branche kontrovers diskutiert. Für die Wertung als Mangel fehlt derzeit sowohl die technische als auch die rechtliche Grundlage.

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Baurecht

Johannes Jochem

Baukostenvorgaben des Bestellers

Ein Zielkonflikt im Architektenvertrag


Wer ist schuld, wenn das Projekt zu teuer ist? Fragen tauchen im Architektenvertragsverhältnis zwar gleich zu Beginn und sehr vielschichtig auf, Konflikte aber zumeist erst nach einiger Zeit, wenn sich später eine unerfreuliche Thematik herausstellt, die die Beteiligten zuvor nicht im Blickfeld hatten.

Dies ist insbesondere der Fall, wenn sich der Zielkonflikt herausstellt, dass das vom Bauherrn ins Auge gefasste Bauvorhaben nicht realisiert werden kann, weil es sein Budget sprengt.

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Melita Tuschinski

BEG-Förderung am Beispiel eines Verwaltungsanbaus

Vergleich der Anforderungen nach EnEV 2014 und ab 2016, GEG 2020 und KfW im Rahmen der Bundesförderung effiziente Nichtwohngebäude (BEG NWG)


Der Beitrag illustriert an einem Praxisbeispiel die Konsequenzen: Wie muss ein Verwaltungsanbau geändert werden, der zunächst der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) entspricht und anschließend die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG 2020) und der neuen KfW-Förderung für effiziente Nichtwohngebäude ab 1.7.2021 erfüllen soll?

Dass der Bauherr die verlockenden BEG-Zuschüsse, günstige Kredite und Tilgungszuschüsse wahrnehmen will, ist verständlich, doch für die Planung bedeuten die gesteigerten Anforderungen eine Ultra-Super-Optimierung des Anbaus.

Der Beitrag vergleicht die Anforderungen und zeigt auf, dass angesichts dieser Erkenntnisse der beauftragte Bausachverständige das gesamte Energiekonzept und die Planung neu überdenken, die Energiebilanz neu berechnen und die Nachweise neu führen muss.

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Frank-Georg Pfeifer

Trinkwasserinstallation – Haftung für Legionellen-Infektion nur bei nachgewiesener Verursachung

Anmerkung zu LG Krefeld, Urteil vom 5.5.2021, Az. 2 S 18/19


Verstirbt ein Wohnungsmieter nachweislich an einer Infektion mit Legionella pneumophilia der Serogruppe 1 und werden diese Keime in der Trinkwasserinstallation des Wohnhauses nicht nachgewiesen, sondern finden sich in mehreren im Hause genommenen Wasserproben lediglich Keime von Legionella pneumophilia der Serogruppen 2–14, so scheitert der Beweis, der Verstorbene habe sich die Legionelleninfektion mit den Keimen der Serogruppe 1 durch kontaminiertes Trinkwasser aus der Hausinstallation zugezogen.

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Ingo Kern

Empfehlungen für die Anlagen des ruhenden Verkehrs – EAR 05 im Bild

Privatisierung der Vernunft – Teil 2


Das erste Parkhaus entstand am 5.5.1901 in London nahe des Piccadilly Circus. In Deutschland fiel der erste Spatenstich für ein Parkhaus 1924 in Essen. Später wollte man nach Einführung des sogenannten KdF-Wagens Städte autogerecht gestalten.

Die Reichsgaragenordnung aus dem Jahr 1939 sah vor, die Problemzone Parkhaus so zu gestalten, wie es mit der Schadensverhütung zu vereinbaren war. Garagen waren der RGaO zufolge angemessen, ihrem neuen Zustand entsprechend, zu bemessen.

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Top-Thema

Joachim Muffler

Das Kreuz mit der Abnahme im deutschen Werkvertragsrecht


Die Abnahme ist neben der Herstellungspflicht und der Zahlungspflicht die dritte vertragliche Hauptpflicht im Werkvertragsrecht. § 640 Abs. 1 BGB definiert die Abnahme als Verpflichtung des Bestellers, das »vertragsmäßig hergestellte Werk« abzunehmen.

So gesehen geht es also um eine Mitwirkungshandlung des Auftraggebers bei der Erfüllung und Durchführung eines Werkvertrags. Die als Hauptleistung ausgebildete Abnahme ist Voraussetzung für die Fälligkeit der Vergütung, außerdem ist sie der maßgebliche Zeitpunkt für den Beginn der Verjährungsfrist für Mängelansprüche (§ 634a Abs. 2 BGB) und den Gefahrübergang (§ 644 BGB).

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Rechtsprechungs-Report

Eva-Martina Meyer-Postelt

Bauvertragsrecht | Architektenrecht | Sachverständigenrecht

Sachverständiger bezichtigt Partei der Lüge – befangen? Ja!


Erklärt der gerichtlich bestellte Sachverständige, dass er die Mitteilung des Klägers, dass dieser ein Einladungsschreiben nicht erhalten habe, nicht glaube, bringt er zum Ausdruck, dass er diese Mitteilung für falsch hält und der Kläger nicht die Wahrheit sagt. Das rechtfertigt die Besorgnis, dass der Sachverständige der Sache nicht unvoreingenommen gegenübersteht.

OLG Brandenburg, Beschluss vom 29.6.2020 – 11 W 13/20

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