Bautechnik

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Marc Gutermann, Dennis Kahl

Experimentelle Ermittlung der Tragreserven von Bestandsbauteilen


Der rechnerische Tragfähigkeitsnachweis von Bestandsbauwerken setzt voraus, dass alle wesentlichen Parameter bekannt sind und die Ausführung den Bauvorschriften entspricht. Fehlen Angaben über die Konstruktion (Geometrie, Lagerung, Werkstoffeigenschaften) oder mindern Bauwerksmängel die Tragfähigkeit ab, führen rein rechnerische Beurteilungen meist zu negativen Ergebnissen. Dieser Beitrag erläutert an ausgewählten Beispielen, wie der Nachweis ausreichender Tragsicherheit alternativ durch den Einsatz experimentell gestützter Verfahren gelingen kann.

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Sebastian Sage

Türen ins Freie ohne Schwelle – Sonderkonstruktion oder Regelfall?


Seit Jahren dreht sich die Diskussion um die schwellenlose Terrassentür um die immer gleichen Konstanten. Obwohl die schwellenlose Terrassentür für viele Bauaufgaben gesetzlich vorgegeben, wissenschaftlich richtig und in der Fachwelt bekannt ist, sich darüber hinaus in der Praxis bewährt hat und den allgemein anerkannten Regeln der Technik entspricht, wird sie in den Regelwerken der Abdichtungen weiterhin eher stiefmütterlich behandelt. Der nachfolgende Artikel möge dazu beitragen, das zu ändern.

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Sarah Braun, Sylvia Stürmer, Cristina Hoffmann

Feuchteadsorption unterschiedlicher Estriche bei verschiedenen Klimabedingungen


Die wenigen Literaturangaben zu Sorptionsisothermen von mineralischen Estrichen beziehen sich im Wesentlichen auf Calciumsulfatestriche und genormte Zementestriche, sowie i.d.R. nur auf eine festgesetzte Lufttemperatur (= 20 °C). Daher war es das Anliegen der hier beschriebenen Untersuchung, die Feuchtigkeitseigenschaften von Estrichen bei unterschiedlichen Klimaten mithilfe von Sorptionsisothermen zu charakterisieren.

Ergänzend sollten die seit ca. 20 Jahren marktüblichen ternären Schnellzemente mit untersucht und die baupraktisch interessanten Temperaturen von 15 °C und 25 °C einbezogen werden. Ebenso wurden die Auswirkungen der Klimabedingungen auf der Baustelle (Jahreszeit, Luftfeuchtigkeit, Temperatur) auf den Hydratationsvorgang der Estriche untersucht.

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Martin Hofbauer

Ausführungspflicht für Fundamenterder?

Ist die Anordnung zur Errichtung eines Fundamenterders nach DIN 18014 für neue Gebäude noch vertretbar?


In den Technischen Anschlussbedingungen der Netzbetreiber für den Anschluss von Gebäuden an das Niederspannungsnetz (TAB 2019) ist für Neubauten die Errichtung eines Fundamenterders gemäß DIN 18014 festgelegt [1, 2]. Andere Technologien bzw. Ausführungsarten werden nicht zugelassen.

Die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, Beschlusskammer 6 hat in einem besonderen Missbrauchsverfahren eine bemerkenswerte Entscheidung gefällt: Der Netzbetreiber hatte die Inbetriebnahme eines Anschlusses mit der Begründung verweigert, dass der Zählerschrank nur eine Höhe von 900 mm aufweist, in der Anwendungsregel VDE-AR-N-4101:2011-08 jedoch eine Höhe von 1100 mm gefordert wird.

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Quelle: PCI Augsburg GmbH

 

Ingo Grollmisch

Über den Einfluss von Belagsfugen auf das Spannungs- und Verformungsverhalten von Fliesenbelägen auf Zementestrichen auf Dämmung


Der nachfolgende Fachbericht beschreibt rechnerisch das sich einstellende Spannungs- und Verformungsverhalten von Fliesenbelägen auf Zementestrichen auf Dämmung anhand verschiedener Modellüberlegungen. Zum Teil werden die in der Baupraxis vorherrschenden Überzeugungen bestätigt, teilweise aber auch widerlegt. Dass niemand den Einfluss des theoretischen Hintergrunds auf die Ausführung der Arbeiten vernachlässigen sollte, beschreibt schon die Definition der »Anerkannten Regeln der Technik«, die den DIN-Normen übergeordnet sind [7].

Eine anerkannte Regel der Technik (= bewährte Baukunst) liegt vor, wenn die Regel theoretisch richtig ist und wenn sie sich in der Praxis bewährt hat. Sie muss von der großen Menge der für die Anwendung der Regel in Betracht kommenden Techniker (Baufachleute) anerkannt und mit Erfolg praktiziert worden sein.

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Markus Weißenberger

Privatwege beleuchten

Es werde Licht: ausreichende Sichtverhältnisse schaffen


Eigentümer bzw. Eigentümergemeinschaften müssen auf privaten Wegen oder Flächen für eine ausreichende Außenbeleuchtung sorgen. Dabei fehlt eine konkrete gesetzliche Regelung hinsichtlich einer Mindestbeleuchtungsstärke, für die TÜV SÜD einen Richtwert von 1 Lux empfiehlt – auch für mehr Rechtssicherheit.

Damit auf privat genutzten Wegen und Flächen wie Privatparkplätzen oder dem Innenhof einer Wohnanlage niemand zu Schaden kommt, müssen Wohnungseigentümer und Hausverwaltungen die allgemeine Verkehrssicherungspflicht erfüllen. Sofern keine behördlichen Auflagen vorhanden sind, besteht zwar keine generelle Beleuchtungspflicht, aber Unfälle dürfen sich nicht aufgrund zu geringer Ausleuchtung ereignen.

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Baurecht

Bernd Kober

Schimmelleitfaden für Schimmelsanierungen verbindlich

Entscheidungsbesprechung von OLG Celle, Urteil vom 11.3.2020, Az. 14 U 32/16


Das OLG Celle hat mit Urteil vom 11.3.2020 (Az. 14 U 32/16) eine Entscheidung zum Prüfungsumfang eines Projektsteuerers im Einzelfall bei einer Schimmelpilzsanierung getroffen.

Es gelangte zu dem Ergebnis, dass bei der Prüfung eines Sanierungskonzeptes zur Beseitigung von Schimmelpilzbefall in einem geschlossenen Rohbau Schimmelpilz- und Schimmelpilzsanierungsleitfäden zurate zu ziehen seien, auch wenn sie keine allgemein anerkannten Regeln der Technik darstellen.

Zur Begründung verwies das OLG Celle darauf, dass diese Leitfäden das derzeit einzige Regelwerk bilden würden, welche die wesentlichen Erkenntnisse von Medizinern und Biologen zum Schimmelpilzbefall und seiner Beseitigung darstellen.

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Timo Siemer

Der gesetzliche Anspruch der Architekten und Ingenieure auf Teilabnahme


Kann der Gesetzgeber mit der Einführung eines Rechts auf Teilabnahme eine ungleiche Belastung von Architekten bzw. Ingenieuren im Rahmen der gesamtschuldnerischen Haftung mit dem Bauunternehmer reduzieren, und zwar vor dem Hintergrund, weil Architekten bzw. Ingenieuren bei einer späten Inanspruchnahme kein Rückgriff gegen den Bauunternehmer aufgrund bereits eingetretener Verjährung der Mängelhaftung im Verhältnis Auftraggeber zu Bauunternehmer mehr möglich sein soll?

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Christian Biernoth

Abnahmefiktion und Zustandsfeststellungen


Für alle ab dem 1.1.2018 geschlossenen Werkverträge gilt eine neue Regelung zur fiktiven Abnahme der Werkleistung gemäß § 640 Abs. 2 BGB. 

Diese Neuregelung betrifft sämtliche Werkverträge, also nicht nur Bauverträge und gilt damit auch für kleinere Instandhaltungsarbeiten, die nicht für den Bestand oder den Gebrauch des Bauwerks von wesentlicher Bedeutung sind, wie z.B. neue Bodenbeläge oder Malerarbeiten. Für Bauverträge nach § 650a BGB hat der Gesetzgeber zusätzlich einen Anspruch des Auftragnehmers auf Zustandsfeststellung der Bauleistung (§ 650g BGB) geschaffen.

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Architektenrecht

Peter Hammacher

Corona in der Lieferkette

Bauen als Mehrparteien-Projekt


Der Beitrag erläutert, dass Corona-bedingte Störungen im jeweiligen Vertragsverhältnis geprüft werden müssen. Neuartige Mehrparteien-Verträge könnten zu besseren Ergebnissen führen.

Corona-bedingte Störungen im Bauablauf haben zu Mehrkosten geführt. Wie befürchtet, haben die Abwehr- und Verteilungskämpfe begonnen. Lässt sich nachweisen, dass diese Störungen zumindest teilweise auf Maßnahmen zum Schutz gegen die Pandemie zurückzuführen sind, müssen die daraus resultierenden Mehrkosten rechtlich eingeordnet und bewertet werden. Dazu sind die zugrunde liegenden Verträge auszulegen und die zivilrechtlichen Vorschriften (z.B. zur Unmöglichkeit der Leistung, Wegfall der Geschäftsgrundlage, Verletzung von Mitwirkungsobliegenheiten, Kündigung aus wichtigem Grund) auf den Einzelfall anzuwenden. 

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Top-Thema

Andreas Koenen

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Bauverträge


Der Beitrag gibt einen Überblick über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Baubeteiligten.

Die mittel- und langfristigen Auswirkungen der Corona-Krise für die Bauwirtschaft werden sich erst in den nächsten Jahren herausstellen. Bereits jetzt wirkt es sich jedoch aus, dass Auftraggeber verunsichert und Investoren zurückhaltend geworden sind. So sind Kündigungen an der Tagesordnung und viele fest eingeplante Aufträge werden erst gar nicht mehr vergeben.

Hinzu kommen Quarantäne-Maßnahmen, unterbrochene Lieferketten und ein erhöhtes Insolvenzrisiko, Letzteres auch Folge der Warnungen finanzierender Banken. Zudem greifen die behördlichen Maßnahmen tief in die Abwicklung der Architekten- und Bauverträge ein.

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Rechtsprechungs-Report

Eva-Martina Meyer-Postelt

Bauvertragsrecht | Architektenrecht | Sachverständigenrecht


Befangenheit wegen Nichtverlegung eines Termins? 

Kommt der gerichtliche Sachverständige dem Parteibegehren, seinen Untersuchungstermin wegen der »Corona«-Gefährdungslage abzusagen, nicht nach, ergibt dies nicht seine Befangenheit.

AG Lünen, Beschluss vom 6.5.2020 – 23 K 36/11

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