Anschluss WETBelt® an die Außenwandabdichtung
Anschluss WETBelt® an die Außenwandabdichtung

Paul Michael Böhm, Christian Irsa


WETBelt® – Zuverlässige patentierte Feuchtebarriere für feuchtesensible Baustoffe


In einer Welt, in der alles an ökonomischen Gesichtspunkten ausgerichtet wird und damit der Faktor Zeit in allen Lebenslagen eine entsprechende Rolle spielt, versuchen wir auch bei Bauprojekten den Faktor Zeit und damit die Baukosten zu minimieren. Daher werden bei Bauprojekten Innenausbauten zunehmend aus Leichtbauwänden hergestellt bzw. der gesamte Bau aus Holzriegelkonstruktionen erstellt. Damit werden Bauzeiten extrem verkürzt. Bauvorhaben, die in der Vergangenheit über Jahre gebaut wurden, können mit diesen Techniken innerhalb weniger Monate realisiert werden.

Durch den Einsatz moderner Leichtbautechniken kommt es beim Einbringen immer wieder zu einem Konflikt von feuchteempfindlichen Materialien und Baustoffen mit erheblichem Wasseranteil, wie z. B. zementgebundene Schüttungsmaterialien im Zuge des Bodenaufbaus und Estrichflächen.

Die Trocknungsdauer dieser Materialien ist schicht- und umgebungsabhängig und kann einige Wochen in Anspruch nehmen. In dieser Periode wirkt die erhöhte Baufeuchte von nass eingebrachten Baustoffen auf vorher eingebaute Materialien wie Gipskartonplatten, Holzfaserplatten, weißer Thermofuß aus Porenbeton und anderen feuchtesensiblen Baustoffen und erhöht damit die Baustofffeuchte über die übliche Ausgleichsfeuchte hinaus. Durch die Auffeuchtung dieser Werkstoffe kommt es vermehrt zum mikrobiellen Bewuchs durch Bakterien und Schimmelpilze über die gesamte Höhe des Bodenaufbaus. Aufgrund der kapillaren Saughöhe und des Feuchteangebots sind Schimmelpilzflächen oft auch über der Fußbodenoberkante (FOK) zu erkennen.

Das Feuchteangebot ist zum Teil so hoch, dass vor allem Gipskartonplatten, aufgrund der offenen Struktur des Baustoffes, von Schimmelpilzen durchwachsen werden und der Bewuchs nur an der Rückseite der Platte optisch erkennbar ist. Die Vorderseite der Gipskartonplatten wird an der Grenzschicht zwischen Leichtbauplatte und dem Bodenaufbau, aufgrund der Alkalität des Zements in den Schüttungsmaterialien und dem Estrich, kaum bewachsen. Der Bewuchs findet daher eher außerhalb der Bodenaufbauschicht statt, also an der Rückseite von Gipskartonplatten, dort vor allem zwischen der Ständerwandkonstruktion und der direkt darauf befestigten Leichtbauplatte oder oberhalb der FOK.

Die Fotos stammen von einem Bauprojekt, einem Mehrparteiengebäude. Die Sanierungskosten des Schimmelschadens an den Gipskartonplatten beliefen sich auf ca. € 45.000!

Den ganzen Beitrag können Sie in der April-Ausgabe von »Der Bausachverständige« lesen.
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