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Zweitägige Veranstaltung »Bauthermografie und Wärmebrückenberechnung: Yin und Yang?« am 14. und 15. Februar 2019 in Osnabrück (plus fünf weitere Termine in fünf Städten)

Zum Thema und Inhalte

Modul 1/Tag 1: Bauthermografie

Die Thermografie ist heute ein unverzichtbares Mittel bei der energetischen Analyse der Gebäudehülle von Bestandsgebäuden. Darüber hinaus ist sie kaum mehr aus der baubegleitenden Qualitätssicherung und der Bauschadensanalyse wegzudenken. Allerdings sind Wärmebildkameras keine Fotokameras, mit denen man einfach draufhalten kann. Wärmebilder wiederum sind keine Fotos, aus denen man die gewünschten Informationen eins zu eins ablesen kann. Vielmehr bedarf es der Kenntnis und Würdigung einiger wichtiger physikalischer Parameter, damit die Thermografie das halten kann, was die bunten Wärmebilder versprechen. Dem Fachmann bietet die Thermografie eine hochsensible und äußerst interessante sowie effektive Diagnosemethode. Sie lässt sich hervorragend mit anderen Analyseinstrumenten kombinieren, etwa der numerischen Wärmebrückenanalyse. Siehe hierzu auch Modul 2 »Wärmebrücken – nicht immer ein Verlust«.

Es werden die wichtigsten Grundlagen der Bauthermografie und der Thermogrammanalyse erarbeitet, außerdem werden praktische Übungen mit verschiedenen Wärmebildkameras durchgeführt. Thermografie muss man »machen«, man kann sie nicht allein theoretisch vermitteln. Vorhandene Wärmebildkameras können gerne mitgebracht werden.

Themenschwerpunkte:

  • wichtige Voraussetzungen für Bauthermografie
  • Erkennen und Bewerten von Störeinflüssen
  • Bestimmen und Einstellen der korrekten Kameraparameter (u.a. Emissionsgrad und reflektierte Temperatur)
  • optimierter Einsatz der Kamera: Palette, Span, Feuchtebild, Alarmwert u.a.
  • Vergleich Innen- und Außenthermografie
  • Auswertung von Thermogrammen, Gegenüberstellung numerischer Berechnung (Wärmebrückensimulation), Weiterverarbeitung der Thermogramme in der Software und Bericht
  • Einsatz der Bauthermografie im Rahmen der KfW-Baubegleitung
  • praktische Übungen


Modul 2/Tag 2: Bauthermografie und Wärmebrückenberechnung

Nicht selten wird die Frage nach der wirtschaftlichen Bewertung von Wärmebrücken gestellt: Ist es wirtschaftlich sinnvoll, eine festgestellte oder vermutete Wärmebrücke zu dämmen bzw. zu sanieren? Häufig soll auch festgestellt werden, ob eine Wärmebrücke schimmelkritisch im Sinne der geltenden Normen ist. Hier soll der Bauthermograf helfen. Das Problem dabei: Viele thermografische Beobachtungen (darunter Wärmebrücken) lassen sich ohne genauere Kenntnisse über den Wärmefluss in den Bauteilen nicht zufriedenstellend erklären, geschweige denn zahlenmäßig und wirtschaftlich bewerten.

Sie simulieren an diesem Tag am PC den Wärmefluss durch Wärmebrücken und sehen so die von diesen Bauteilen erstellten Thermografien in einem völlig anderen Licht. Sie beziffern den Wärmefluss konkret mit Zahlen und berechnen, ob die Dämmung der von Ihnen analysierten Wärmebrücke wirtschaftlich ist. Sie berechnen die unter definierten Randbedingungen auftretenden Temperaturen und bewerten so, ob die Wärmebrücke schimmelkritisch ist.

Themenschwerpunkte:

  • Kennzahlen von Wärmebrücken: Psi-Wert und fRsi-Wert
  • thermische Simulation mittels FE-Modell
  • rechnerische Modellierung thermografisch untersuchter Wärmebrücken
  • Jahres-Transmissionswärmeverlust und daraus resultierende Kosten
  • wirtschaftliches Einsparpotenzial durch Dämmung/Sanierung von Wärmebrücken
  • Bestimmung von schimmelkritischen Oberflächentemperaturen


Anerkennung

Das Seminar ist bei allen Architekten- und Ingenieurkammern bundesweit sowie der DENA anerkannt.


Termine 2019

 

Teilnahmebeitrag EUR 518,- je Termin Die Seminargebühr versteht sich zuzüglich 19% MwSt. und schließt Skript, Verpflegung und Teilnahmebescheinigung ein.

 

Akademie der Ingenieure AkadIng GmbH
Gerhard-Koch-Straße 2
73760 Ostfildern
Telefon: 0711 794822-21
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