Bauforensische Aufnahme: Bruch in einem Renovierungsaufbau aus mineralischem Altuntergrund (violett), Grundierung (grün) und zementärer Spachtelmasse (rosa). Ohne bauforensische Hilfsmittel wäre das gesamte Bild grau und es wären keine unterschiedlichen Materialien und kein Schichtenaufbau erkennbar.
Bruch in einem Renovierungsaufbau aus mineralischem Altuntergrund (violett), Grundierung (grün) und zementärer Spachtelmasse (rosa). Ohne bauforensische Hilfsmittel sieht alles einheitlich grau aus und es sind keine unterschiedlichen Materialien und kein Schichtenaufbau erkennbar. (© Rapp)

Praxisseminar »Optische Bauforensik« am 22. und 23. Juli 2021 in Stuttgart

Training mit Tatortlampen, Filterbrillen und Forensikkameras zur Aufklärung von Bauschäden

Seit fast einem Jahrhundert werden in der Forensik Spuren von Körperflüssigkeiten durch Beleuchtung mit kurzwelligem Licht mittels Fluoreszenz sichtbar gemacht. Auch die im Bauwesen heute verbreiteten Stoffe enthalten Beimengungen, die bei einer Untersuchung mit Tatortlampen, Filterbrillen und Forensikkameras aufschlussreiche Bilder zeichnen.

Der Referent Prof. Dr. Andreas O. Rapp begründete im Jahre 2013 an der Leibniz Universität dieses neue Forschungsgebiet und untersucht seitdem systematisch Materialien im Bauwesen hinsichtlich ihrer Fluoreszenz sowie ihres Absorptionsverhaltens im nahen ultravioletten und nahen infraroten Wellenlängenbereich mittels unterschiedlicher Lichtquellen, Filter und Kameras. Schon Rapps erste Ergebnisse waren überraschend: In fast allen Fällen, die im Rahmen der Tätigkeit als ö.b.u.v. Sachverständiger untersucht wurden, offenbarten die Forensikbilder wichtige Informationen, die bei Tageslicht nicht erkennbar waren und die Aufklärung der Bauschäden erlaubten.

Sachverständige aus den Bereichen Bau, Baubiologie und anderen Bereichen des Sachverständigenwesens sind eingeladen, die neue Technik der optischen Bauforensik in einem Praxisseminar selbst auszuprobieren und zu erlernen. Nach einer Einführung in die Grundlagen und Geräte trainieren die Teilnehmer an zahlreichen aufgebauten Trainingsstationen die Handhabung von Tatortlampen, Filterbrillen und Forensikkameras zur Aufklärung von Bauschäden.

Das praktische Training an den Lernstationen findet unter Anleitung des Referenten statt, wobei es den Teilnehmern freisteht, entweder mit eigenen Geräten oder mit den Materialien, Tatortlampen, Filterbrillen, Referenzmustern, Kamerafiltern und Forensikkameras des Referenten zu trainieren. Geübt wird an zahlreichen Lernstationen aus den Bereichen mineralische Baustoffe, Textilien, Urinkontaminationen, Holz, Parkett, PVC, Beschichtungen, Klebstoffe, Wasserschäden, Schimmelpilzbefall u.a.

Nach der Anmeldung erhalten Sie ein Infopaket, das Tipps für die persönliche Vorbereitung gibt und Details zu Geräten und Bezugsquellen enthält. Damit erhalten die Teilnehmer die Möglichkeit, eigene Geräte zum Seminar mitzubringen und die eigene Ausrüstung unter Anleitung optimal einzurichten und damit zu trainieren.

Impressionen vom Seminar im Februar 2019 finden Sie in diesem Video.

 

Frühbucher-Preis bis 10. Juni 2021:
EUR 879,00 zzgl. MwSt.*

regulärer Preis:
EUR 929,00 zzgl. MwSt.*

*inkl. Snacks, Getränke und der vollständigen Tagungsunterlagen

Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt.


Referent

Prof. Dr. Andreas O. Rapp, Professor für Holztechnik und Didaktik an der Leibniz Universität Hannover und Leiter des Instituts für Berufswissenschaften im Bauwesen


Ort

Fraunhofer Institutszentrum
Nobelstraße 12
70569 Stuttgart

Programm

Donnerstag, 22.07.2021

  • 09.30 Uhr: Registrierung
  • 10.00 Uhr: Einführung in das Thema
    • Die Grundtechniken
    • Wie entsteht Fluoreszenz?
    • Welche Geräte für welchen Einsatzzweck?
  • 11.30 Uhr: Kaffeepause
  • 11.45 Uhr: Anwendungsbeispiele
    • u.a. Detektion transparenter Schimmelpilze und Feuchtespuren
  • 13.00 Uhr: Mittagessen
  • 13.45 Uhr: Vorbereitung und Einstellung der Kamera für die Forensik
    • Montage der Filterhalter
    • Benutzung der Filter und Referenzmaterialien
    • Einstellung des richtigen manuellen Weißabgleichs
  • 15.45 Uhr: Kaffeepause
  • 16.00 Uhr: Kurzwellige Fluoreszenztechnik, Aufnahme der ersten eigenen Forensikbilder
  • 17:30 Uhr: Ende des 1. Tages


Freitag, 23.07.2021

  • 08:30 Uhr: Fortsetzung kurzwellige Fluoreszenztechnik
  • 09:45 Uhr: Kaffeepause
  • 10.00 Uhr: IR- und UV-Absorptionstechnik inkl. Training an Fassaden im Freien
  • 12:00 Uhr: Kaffeepause
  • 12:15 Uhr: Langwellige Fluoreszenz- und Sondertechniken
  • 13.30 Uhr: Ende der Veranstaltung
zur Anmeldung

 

Das sagen unsere Teilnehmer:

»Ein spannendes Seminar, welches unglaublich viel neues Wissen und alternative Möglichkeiten zur Schadensanalyse gezeigt hat. Absolut empfehlenswert.«

Michael Born, Sachverständigenbüro Südwestfalen, Drolshagen

 


Fraunhofer-Informationszentrum
Raum und Bau IRB

Nobelstraße 12
70569 Stuttgart
Telefon: 0711 970-2500
Telefax: 0711 970-2508
E-Mail: irb(at)irb.fraunhofer.de
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