Die korrekte Einregulierung und Regelung einer Heizungsanlage spart Energie – mindestens 10%, in Einzelfällen sogar bis zu 30%. (Foto: HBC / Stefan Sättele)
  • 01.04.2019

Wie wir in Zukunft heizen: Hochschule Biberach arbeitet an aktuellem Positionspapier mit

Welches Gebäude benötigt welche Heizanlage? Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich das Positionspapier der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA), das jetzt unter Mitarbeit u.a. der Hochschule Biberach (HBC) veröffentlicht wurde. Klare Position beziehen die Experten hinsichtlich der Klimaschutzziele der Bundesregierung: Je früher die Umsetzung auf CO2-freie Energien erfolgt, desto schneller kann das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestandes bis 2050 erreicht werden.

Neben der KEA haben Wissenschaftler aus acht Hochschulen und Forschungsinstituten an den Empfehlungen mitgewirkt; Ko-Autor der HBC ist Prof. Dr.-Ing. Roland Koenigsdorff, der in den Studiengängen Energie-Ingenieurwesen sowie Energie- und Gebäudesysteme u a. Energiekonzepte und Geothermie lehrt. Auf rund 20 Seiten liefern die Experten »Grundlegende Empfehlungen für Sanierung und Erneuerung von Heizungsanlagen«, wie auch der Titel des Dokuments lautet; die Hinweise sind für Hausbesitzer ebenso interessant wie für Investoren, Fachplaner oder Handwerker. In dem Papier werden verschiedene Heizungsanlagen und Wärmeerzeugungstechniken wie Brennwert- und Holzpelletkessel, Blockheizkraftwerk, Elektrowärmepumpe und solarthermische Anlagen unter die Lupe genommen.

»Für das Positionspapier haben wir uns auf die Sanierung und Erneuerung von Heizungsanlagen im Gebäudebestand fokussiert«, erläutert Koenigsdorff. Hauptprämisse dabei seien die Klimaschutzziele, die sich die Bundesrepublik auf politischer Ebene gegeben habe und deren Einhaltung verstärkt von der Öffentlichkeit gefordert würde. »Nimmt man dies ernst, dürfen zum Beispiel fossil betriebene Heizkessel spätestens ab 2030 nur noch in Ausnahmefällen installiert werden«, so der Biberacher Professor. Und ergänzt: »Es muss über den Heizkessel hinausgedacht werden und hier kann ein Sanierungsfahrplan helfen.«

Neben der KEA und der HBC sind an dem Positionspapier auch Wissenschaftler der Hochschule Heilbronn sowie das Institut für Gebäudeenergetik, Thermotechnik und Energiespeicherung der Universität Stuttgart, das Öko-Institut Freiburg, das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme Freiburg, das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und das Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien Karlsruhe beteiligt.


Weitere Informationen

Die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA) ist ein unabhängiger Dienstleister rund um die Themen Energieeinsparung und erneuerbare Energie. Ihr Expertenwissen bietet die KEA Ministerien, Kommunen, Betrieben sowie Bürgerinnen und Bürgern an.

weitere Informationen zum Positionspapier Heiztechnik der Zukunft

 

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