Solarfassade © Frey Gruppe
Der Smart Green Tower erhält eine Gebäudehülle aus Glas/Glas-Photovoltaik-Modulen mit Perc-Zellen. (© Frey Gruppe)
  • 25.05.2018

Smart Green Tower wird zum Energieerzeuger

In der City von Freiburg entsteht der Smart Green Tower. Das 51 m hohe Gebäude bietet Räumlichkeiten zum Leben, Wohnen und Arbeiten. Eine Gebäudehülle aus Photovoltaik-Modulen erzeugt je nach Solareinstrahlung über die Photovoltaik-Anlage mehr Energie als direkt verbraucht werden kann. Um den überschüssigen Strom zu nutzen, setzen die Planer auf eine flexible interne Energiespeicherung mittels Lithium-Ionen Batterien.

Das Wohn- und Geschäftshaus, bestehend aus einem Hauptgebäude und zwei Seitenflügeln, wird auf einem rund 5.600 m2 großen Grundstück auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs in Freiburg errichtet. In den oberen 16 Etagen entstehen 70 Ein- bis Vierzimmer-Wohnungen. Die Wohnungen sollen größtenteils vermietet werden. Daneben sind weitere 3.200 m2 Büro- und Gewerbeflächen vorgesehen.

Die Energieversorgung des Towers soll zu einem hohen Anteil auf regenerativ erzeugtem Strom für die Eigennutzung basieren. Ziel ist ein klimaneutrales Gebäude. Dieses wird größtenteils über die Nutzung der auf die Gebäudehülle fallenden Solarstrahlung sowie die netzgebundene Versorgung von Wärme auf Basis erneuerbarer Energien erreicht. Begleitet wird dieser Ansatz durch die Integration eines hocheffizienten Batteriespeichers im Megawattbereich, um den Eigenverbrauch zu erhöhen und gleichzeitig Lastspitzen auszugleichen. Dadurch soll das Stromnetz entlastet und die Netzstabilität verbessert werden.

Für 2019 ist die Fertigstellung des Smart Green Tower geplant. Im Anschluss startet ein detailliertes Monitoring mit einer umfassenden wissenschaftlichen Analyse der eingesetzten Komponenten. Von besonderem Interesse sind die Wechselwirkungen der Systeme untereinander sowie das Verhalten des Gesamtsystems.

Photovoltaikfassade dient zur Energieerzeugung und Verschattung

Die Photovoltaikfassade dient gleichzeitig zur Energieerzeugung und zur Verschattung. Die Projektpartner entwickeln hierzu eine multifunktionale Fassadenlösung mit integrierten PV-Sonnenschutzlamellen. Spezielle Verschaltungskonzepte und Leistungsoptimierer sollen auch bei einer Teilverschattung der Module für einen effizienten Betrieb sorgen. Die Fassadenkonstruktion mit den integrierten PV-Lamellen wird so auf die Wärme- und Kälteversorgung der dahinter liegenden Räume abgestimmt, dass ein optimaler thermischer und visueller Komfort erreicht wird. Um Kosten bei der Fassadenkonstruktion zu sparen, wird eine Fassade in Leichtbauweise angestrebt. Ein Ziel des Vorhabens ist es zu zeigen, dass die direkte Substitution von Bauelementen das nachhaltige Bauen wirtschaftlich macht.

Die Förderinitiative Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt

Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Förderinitiative Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Im Modul 1 „Solares Bauen“ stehen Projekte zu den Themen energieeffiziente Gebäude und Gebäudeensembles im Fokus. Das vorgestellte Projekt fokussiert auf die Kopplung eines Energiemanagements mit intelligenten Betriebsführungsstrategien, um die Energieflüsse im Gebäude zu optimieren sowie die Integration des Gebäudes in Smart-District-Konzepte zu ermöglichen.

Eine ausführliche Darstellung dieses Forschungsverbunds finden Sie auf dem Portal der Forschungsinitiative ENERGIEWENDEBAUEN.

 

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