Schimmelschaden an Wand und Teppichleiste
Schimmelschaden (© Natascha Kraemer)
  • 12.09.2018

Kostenloser Beitrag »Der Schimmelschaden im Neubau« von Bernd Kober aus Der Bausachverständige 4/2018

Der Artikel behandelt den Fall der verdeckten, zunächst nicht sichtbaren Schimmelbildung im Neubau vor dem Hintergrund einer aktuellen Entscheidung des Oberlandesgerichts München.

Immer kürzer werdende Bauzeiten sowie hochdämmende, energieeinsparende Baumaterialien führen tendenziell zu mehr Schimmelschäden in Neubauten. Aber auch ältere Bestandsgebäude sind aufgrund verschiedener Umstände vor Schimmelschäden nicht gewappnet. Hinzu kommt, dass unter dem Gesichtspunkt des gesunden Wohnens Schadstoffe in Gebäuden, insbesondere auch Schimmel, stärker in das Bewusstsein der Betroffenen gerückt sind.

Das Oberlandesgericht (OLG) München hat sich in einer Entscheidung vom 30.01.2018 mit dem Problem der verdeckten und zunächst nicht sichtbaren Schimmelbildung auseinandergesetzt und im Sinne des klagenden Bauherrn geurteilt.

In rechtlicher Hinsicht ist dabei die Frage völlig unerheblich, welcher Nutzungsklasse das betreffende Gebäudeteil angehört: Der Schimmelschaden im Wohnzimmer ist gleichzusetzen mit einem Hohlraum, der zwar an dieses Wohnzimmer angrenzt, von diesem aber luftdicht abgeschottet ist. In beiden Fällen muss dem Käufer oder Besteller der Wohnung zugebilligt werden, dass er gegenüber dem Unternehmer bzw. Verkäufer Regressansprüche durchsetzen kann. Denn der Schimmel ist mindestens potenziell gesundheitsgefährdend und außerdem nur das Symptom einer ansonsten den üblichen Anforderungen nicht entsprechenden Bauleistung.

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